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HMV S.M.S. Panther (1902) 1/250


Artikelcode: LS 6133022



HMV S.M.S. Panther (1902) 1/250




Kartonmodell Bausatz
Hersteller: HMV Hamburger Modellbaubogen
Konstrukteur: Paolo Gomes
Maßstab: 1:250
Größe: 270 x 50 x 130 mm
Teile: 874
Bogen: 6
Format: 210 x 300 mm
GMI: 4
Anleitung: deutsch, englisch

Komplett überarbeitete Wiederauflage!
Hochwertiger Kartonmodellbausatz. Wahlweise mit abnehmbarem Unterwasserteil baubar.

Bekannt durch den Panthersprung nach Agadir am 1. Juli 1911 und Graf von Luckner`s Buch "Seeteufel".

Schiffsklasse: Kanonenboot
Schwesterschiffe: SMS Iltis, SMS Jaguar, SMS Tiger, SMS Luchs, SMS Eber
Bauwerft: Kaiserliche Werft, F. Schichau, Danzig
Stapellauf: 01.04.1901 in Danzig
Indienststellung: 15.03.1902
Länge KWL: 64,1 m
Länge ü. A: 66,9 m
Breite: 9,7 m
Tiefgang: 3,60 m
Verdrängung: 977 t / max. 1193 t
Antrieb:4 kohlegefeuerte Thornycroft Dampfkessel, 2 liegende 3-Zylinder-Dreifachexpansions-Dampfmaschinen
Schrauben: 2 x 3 Bl. Ø 2,40
Leistung: 1378 PS
Geschwindigkeit: 13,5 kn.
Aktionsradius: 3400 sm bei 9 kn
Konstruktionsweise: Querspant-Stahl-Holz-Muntzmetall Kompositbau
Panzerung: Kommandoturm 8 mm Krupp-Spezialstahl, Schilde 12 mm Krupp-Spezialstahl
Bewaffnung: 2 Schnellfeuerkanonen Kaliber 10,5 cm, 8 Maschinenkanonen Kaliber 3,7 cm, 4 Maschinengewehre Kaliber 8,0 mm
Besatzung: 9 Seeoffiziere und 121 Mannschafft und Unteroffiziere.
Außerdienststellung: Am 31.03.1931 aus der Kriegsschiffe gestrichen und in Wilhelmshaven abgewrackt.

Ende der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts bestand die Erfordernis, neue, für den Dienst in den überseeischen Kolonialgebieten geeignete Kriegsschiffe zu bauen. Bei der Konstruktion war zu berücksichtigen, dass die Schiffe nicht nur hochseetüchtig, sondern auch geeignet sein mussten, Flüsse in den Überseegebieten insbesondere in China zu befahren. Diese Voraussetzungen wurden von der Konstruktionsabteilung der Schichau-Werft berücksichtigt, wobei die ersten beiden Kanonenboote von den letzten vier Schiffen etwas in Dimension und Form abwichen. Die jüngeren Boote waren größer als Iltis und Jaguar, hatten ca. 100 t mehr Verdrängung, waren technisch verbessert, hatten eine stärkere Artillerie und verfügten nicht mehr über einen Rammsteven. Die 1902 in Dienst gestellte Panther ging bis 1907 auf ostamerikanische Station, wobei sie unmittelbar nach Eintreffen bei Haiti in einen lokalen Konflikt geriet. Im Zusammenhang mit den kriegerischen Ereignissen bekämpfte sie den von einer Rebellengruppe geführten Kreuzer Crete-A-Pierrot, außerdem war sie 1903 an der Niederkämpfung des Forts San Carlos, am Eingang des Golfs von Maracaibo (heute: Golf von Venezuela)
beteiligt.

Im Jahr 1907 verlegte die Panther auf die westafrikanische Station, um Schutzfunktionen und Vermessungsaufgaben durchzuführen und erlangte durch den sog. » Panthersprung « Weltberühmtheit. 1911 erhielt das Schiff, auf der Rückreise zur Grundinstandsetzung nach Danzig befindlich, den Befehl aus Berlin den marokkanischen Hafen Agadir anzulaufen. Diese Entscheidung ging vom damaligen Auswärtigen Amt aus und sollte angesichts der angespannten Lage in Marokko, die kolonialen Ansprüche und wirtschaftlichen Interessen Deutschlands in diesem Gebiet unterstreichen.

In der marokkanischen Region tätige Firmen und Geschäftsleute sollten, unter dem Schutz der am 01.07.1911 eingetroffenen Panther und des am 04.07.1911 eingelaufenen Kleinen Kreuzers Berlin, eine Annektion des entsprechenden Gebietes einleiten. Die Reaktionen Englands und Frankreichs auf diese Absichten waren sehr deutlich und unmissverständlich und verschärften die Marokkokrise zu einem internationalen Konflikt. Beide Länder drohten Deutschland, bei Umsetzung der beabsichtigten Pläne, mit einem Krieg zu reagieren. Diesem Druck nachgebend erklärte Deutschland, keine marokkanischen Interessen gefährden zu wollen und führte daher, auf diplomatischem Weg, eine friedliche Lösung dieser, in die Geschichte als 2. Marokkokrise eingegangenen Situation herbei.

Am 25.07.1911 trat die Panther schließlich die Weiterfahrt an, um die fällige Überholung in der deutschen Heimat ausführen zu lassen. Von August bis Dezember 1911 wurden die Reparaturen durchgeführt und das Schiff danach von 1912 - April 1914 wieder auf Westafrika Station entlassen. So gewährte sie z.B. 1912 bei Unruhen in den afrikanischen Gebieten deutschen Pflanzern und Kaufleuten kurzfristig Zuflucht.

Zur Zeit des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs befand sich die Panther in Kiel, nachdem sie abermals einen Werftaufenthalt in Danzig hinter sich gebracht hatte. Nach Beendigung der Reparaturarbeiten war das Schiff auf Grund der politischen Lage nach Kiel beordert und dort zurückgehalten worden. Die Panther erfuhr vom Kriegsausbruch 1914 - 1918 die Zuteilung zur Küstenschutz-Division Ostsee, wobei sie ab 1917 bis Kriegsende als Flaggschiff der Aarösund Division fuhr, bevor sie am 18.12. 1918 außer Dienst gestellt wurde.

Ab 1920 wurde die Panther desarmiert und die deutsche Reichsmarine nutze das umgebaute ehemalige Kanonenboot von 1921 bis zur erneuten Außerdienststellung im Dezember 1926 als unbewaffnetes Vermessungsschiff. Sie spielte in dieser Zeit auch eine wichtige Rolle bei der Nutzung als Schulschiff für spätere Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffs Meteor (ehemals als Kanonenboot geplant).
Am 31.03.1931 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen, wurde die Panther noch im gleichen Jahr versteigert und in Wilhelmshaven abgebrochen.




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